• Jobs für Roboter

19 Jobs für Bots (und warum das keine schlechte Sache ist).

Bei dem Wort „Roboter“ kommen den meisten wohl universell einsetzbare, persönliche Helfer wie R2D2 und BB8 aus Star Wars in den Sinn. Die Realität ist leider nicht ganz so liebenswert. Roboter – oder genauer gesagt „Bots“ – sind auf dem Vormarsch und verändern unseren Alltag.

Praktische Robotertechnologie geht heute über die mechanische Form hinaus und kommt in Software-gesteuerten Tools zum Einsatz, die Arbeiten automatisieren und neue Perspektiven für eine Vielzahl unterschiedlicher Bereiche bieten.

Einem Bericht des McKinsey Global Institute zufolge werden Maschinenlernen und natürliche Benutzeroberflächen (wie die Spracherkennung) die Wissensarbeit revolutionieren und die Analyse, Bewertung und Lösung von Problemen mit beispielloser Geschwindigkeit und in völlig neuem Umfang ermöglichen.

Und hier ist der spannende Teil: Der Bericht rechnet damit, dass bis zum Jahr 2025 „Produktivitätssteigerungen von 40 bis 50 Prozent erreicht werden könnten … das entspräche einem wirtschaftlichen Nutzen im Wert von 1,7 bis 2,2 Billionen US-Dollar pro Jahr.“

Erfolg durch Zusammenarbeit

Auf der anderen Seite haben wir alle die Vorhersagen gehört, dass Roboter uns unsere Arbeitsplätze wegnehmen werden. Genau genommen gibt es Gründe, optimistisch zu sein. Bots können uns jede Menge lästige Arbeit abnehmen, sodass wir Routineaufgaben automatisieren und noch schneller, besser und sogar intelligenter arbeiten können.

Diese spannende neue Art der Zusammenarbeit zwischen Roboter und Mensch ist für die Entwicklung der Weltwirtschaft äußerst vielversprechend.

Hier sind 20 Bereiche, in denen innovative Robotertechnologien eindrucksvolle Ergebnisse liefern können. Wir werfen auch einen Blick darauf, wie die Gesellschaft davon profitieren könnte.


1. Roboter-Apotheken

Die University of California in San Francisco hat eine automatisierte Krankenhausapotheke entwickelt, die Medikamente automatisch ausgibt. Seit 2011 hat diese 350.000 Medikamente zur oralen Einnahme oder Injektion fehlerfrei verteilt. Dies ist ein klassisches Beispiel für eine Automatisierung, die dem Menschen detaillastige, undankbare Arbeiten in großem Maßstab und mit höchster Präzision abnimmt. Sie ermöglicht eine strenge Kontrolle des gesamten Prozesses von der Herstellung bis zum Krankenbett und eliminiert menschliche Fehler beim üblichen „Pillensortieren“. Damit können Apotheker mehr Zeit mit der Beratung von Patienten verbringen, anstatt das Zählen zu üben.



 


 

2. Japans Roboterhotel

Das Henn-na Hotel in Japan ist vollständig automatisiert – vom Roboter-Dinosaurier an der Rezeption bis hin zum Schlüsselsystem mit Gesichtserkennung und den zahllosen Verkaufsautomaten, die den Speisesaal ersetzen. Japan genießt eine Vorreiterrolle im Bereich Automatisierung und verfügt mit 250.000 Industrierobotern über mehr als alle anderen Länder. Über die nächsten 15 Jahre dürfte sich diese Zahl auf eine Million erhöhen. Doch die menschliche Interaktion scheint weiterhin eine entscheidende Rolle zu spielen. „Am Anfang war es recht interessant“, so ein Gast, „aber nach einer Weile wurde es ein wenig einsam, so ganz ohne Personal.“ Hideo Sadawe, CEO von Huisten Bosch, denen das Henn-na Hotel gehört, erklärt: „Der Mensch wird sich auf kreativere und künstlerische Aufgaben konzentrieren, er wird also nicht einfach ersetzt.“ Sadawe rechnet sogar damit, dass sich robotergesteuerte Hotels bis 2025 weltweit verbreitet haben werden.



 


3. Digitale Pflege

Nein, wir reden nicht über Roboter am Krankenbett. Es geht vielmehr um digitale Helfer. Das Gesundheitswesen ist bekannt für umfangreiche Aufzeichnungsvorschriften – so sehr, dass Ärzte mehr Zeit mit der Prüfung von Unterlagen als mit der Krankenversorgung verbringen. Was aber, wenn ein Patient über ein digitales Tag identifiziert und die relevanten Patientendaten auf dem Handheld der Krankenschwester angezeigt werden könnten, sobald diese den Raum betritt? Im medizinischen Bereich wird derzeit mit Software experimentiert, die Patienteninformationen erfasst und auf einem Touchscreen anzeigt. Da Krankenschwestern häufig nur 20 Prozent ihrer Zeit mit Patienten verbringen, kann die Automatisierung ihnen helfen, mehr Zeit auf die wirklich wichtigen Sachen zu verwenden.



 


 

4. Robotergestützte Prozessautomation

Nicht alle Bereiche der Robotertechnik haben mit Robotern zu tun. Automatisierungssoftware kann hohe Volumen an häufig wiederkehrenden Aufgaben verarbeiten, sodass sich Mitarbeiter auf anspruchsvollere Aufgaben konzentrieren können. Xerox ist ein Marktführer im Bereich der robotergestützten Prozessautomation – also im Grunde eine ganze Reihe von virtuellen Arbeitskräften –, mit der Unternehmen schneller, besser und effizienter arbeiten können. So können RPA-Bots beispielsweise Dateien analysieren, Tabellenblätter oder E-Mails lesen, Informationen weiterleiten und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Sie können zudem Geschäftsabläufe automatisieren und optimieren, indem sie etwa geeignete Informationen für Mitarbeiter in Call-Centern oder für Datenanalysten in Finanzabteilungen finden und organisieren. Anpassbare Bildschirme stellen sicher, dass Mitarbeitern stets die richtigen Informationen zur richtigen Zeit angezeigt werden. Diese Software-Bots können auch Unterstützung bei der Schulung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter liefern und so Kosten reduzieren und einen besseren Service gewährleisten.



 


5. Virtuelle Kundendienstmitarbeiter

Automatisierung und künstliche Intelligenz haben in den letzten Jahren gewaltige Fortschritte im Kundenservice ermöglicht. Virtuelle Mitarbeiter (wie wir sie beispielsweise entwickelt haben) stellen eine neue Generation an Self-Service-Tools zur Kundenbetreuung dar, die kontinuierlich besser werden und so sicherstellen, dass jede Interaktion besser ist als die letzte. Sie lernen von menschlichen Interaktionen, erkennen geeignete Lösungen schneller und automatisieren dabei Routineaufgaben. Sie führen Kundendaten aus einer Vielzahl von Quellen zusammen, um einen persönlicheren Service zu liefern. Und in Zukunft werden sie sogar den Tonfall des Kunden erkennen können und ihre Antworten anpassen, um mehr Einfühlungsvermögen zu zeigen. All dies nimmt Mitarbeitern monotone Aufgaben ab und erlaubt ihnen, sich interessanteren und höherwertigen Aktivitäten zuzuwenden – zum Beispiel der Ausbildung und Optimierung virtueller Kundendienstmitarbeiter.



 


 

6. Selbstfliegende Flugzeuge

Hier ist eine Frage an Sie: Wenn wir Drohnen fernsteuern können, warum können Verkehrsflugzeuge dann nicht vom Start bis zur Landung selbständig fliegen? Eigentlich sind sie nicht sehr weit davon entfernt. Forscher am Humans and Autonomy Lab der Duke University haben gezeigt, dass Boeing-Piloten nur 7 Minuten mit dem Steuern der Maschine verbringen – bei Airbus-Piloten ist es sogar weniger als die Hälfte. Unbemannte Flugzeuge stehen kurz vor dem Start und in Großbritannien wurde bereits eine unbemannte Jetstream-Propellermaschine getestet. F-18 können eine automatische Landung auf Flugzeugträgern durchführen. Bei bestimmten Flughöhen ist die Automatisierung sogar obligatorisch. Worauf es also wirklich ankommt, ist die gesellschaftliche Akzeptanz dieser Technologie. Auch wenn eine vollständige Automatisierung möglich ist, benötigen Fluggäste vermutlich weiterhin die Gewissheit, dass sich ein Pilot am Steuer befindet – wenn auch nur aus der Ferne.



 


7. Selbstfahrende Autos

Roboter eignen sich insbesondere für häufig wiederkehrende Routineaufgaben, die eine schnelle Verarbeitung erfordern – wie das Autofahren. Im Gegensatz zu Menschen werden sie nicht müde und lassen sich zudem nicht ablenken. Googles autonom fahrende Autos hatten zwar in der Vergangenheit mehrere kleinere Zwischenfälle, diese waren jedoch stets auf andere Fahrer zurückzuführen. Sicherheitsbedenken stehen stets ganz oben auf der Liste, wenn es um autonomes Fahren geht. Dabei müssen diese keineswegs perfekt sein. Sie müssen nur bessere Fahrer als der Mensch sein. Allein in den USA kommen jedes Jahr 40.000 Menschen bei Unfällen auf Schnellstraßen ums Leben.



 


 

8. Fahrerlose Züge

Das gleiche Prinzip wie bei Flugzeugen gilt auch für Züge, obwohl die Reise am Boden für den Menschen mit weniger Ängsten verbunden ist. Linie 14 der Pariser Metro ist voll automatisiert und hat kein Personal an Bord. Bekannt als „Meteor“ (von MÉtro Est Ouest Rapide) macht sie ihrem Namen alle Ehre und fährt ebenso schnell wie sicher. Londons Docklands Light Railway wurde zunächst als fahrerloses System konzipiert, setzte dann aber Personal in den Zügen ein, damit sich die Fahrgäste sicherer fühlten. San Franciscos BART-System tat das gleiche bereits im Jahr 1972, als die Automatisierung noch in den Kinderschuhen steckte. Die Botschaft ist klar: Automatisierung ist der Aufgabe gewachsen – aber viele von uns bevorzugen immer noch, dass Menschen die Kontrolle über Aktivitäten behalten, die mit hohen Risiken verbunden sind.



 


9. Digitale Baristi

Roboter übernehmen vermehrt auch Aufgaben, die ebenso viel Kunst wie Wissenschaft erfordern. Briggo hat ein Netz automatisierter Kaffeekiosks entwickelt, die perfekt gebrühten Kaffee in 15 bis 30 Sekunden und einen Espresso in rund zwei Minuten liefern. Kunden können ein Online-Konto erstellen, bevorzugte Einstellungen speichern und ihr Getränk individuell anpassen. Besucht der Kunde einen beliebigen Standort mit einem Briggo-Automaten, wird ihm sein Lieblingskaffee automatisch serviert. Zu unpersönlich für Ihren Geschmack? Gut, das ist vielleicht nichts für jeden Besuch, aber für einen schnellen Kaffee zwischendurch ist ein Roboter vielleicht genauso gut wie ein menschlicher Barista (nur schneller).



 


 

10. Automatisierte Passkontrolle

Einige Dinge kann Technologie einfach besser. Sie wird niemals müde, lässt sich nicht ablenken und ist am Anfang einer langen Schicht genauso zuverlässig wie am Ende. Nehmen wir als Beispiel die Passkontrolle. Während es sich bei der großen Mehrheit der Passagiere nicht um „gesuchte Personen“ handelt, nimmt deren Kontrolle enorm viel Zeit in Anspruch. E-Pässe ermöglichen heute eine automatisierte Passkontrolle in den USA, Großbritannien und vielen anderen Ländern der Welt. Dank biometrischer Daten lassen sich Passagiere mit höherer Genauigkeit identifizieren, als Menschen es könnten. Die Technologie ist schneller und zuverlässiger und sorgt so für mehr Sicherheit. Damit werden Mitarbeiter entlastet und können sich intensiver mit ernsteren Gefahren beschäftigen.



 


11. Automatisierte Übersetzung

Sofortige, automatisierte Übersetzung ist heute die Norm. Es heißt, dass Google in einer Minute mehr Wörter übersetzt als alle menschlichen Übersetzer in einem ganzen Jahr. Skype Translator ermöglicht nun auch die Übersetzung von Videoanrufen in Echtzeit. In einer Welt, in der Kunden günstigere und schnellere Übersetzungen fordern, ist Technologie auch für professionelle Übersetzer ein Muss. Diese arbeiten regelmäßig mit maschinellen Übersetzungstools, um einen ersten Entwurf zu erstellen. Automatisierte Übersetzung ist nicht perfekt und führt oft zu Missverständnissen, da die Programme nicht mit umgangssprachlichen Ausdrücken zurechtkommen oder eine wörtliche Übersetzung liefern. Aber sie wird besser. Dank Computerlinguistik und Maschinenlernen wird diese Technologie im Laufe der Zeit zunehmend leistungsfähiger werden. Genau wie virtuelle Kundendienstmitarbeiter wird sie Bedeutungen immer besser ableiten und aus vergangenen Erfahrungen lernen. Und höherwertige Übersetzungsarbeiten mit mehreren Bedeutungsebenen und Nuancen werden weiterhin von qualifizierten, professionellen Übersetzern ausgeführt – oft mit Unterstützung durch diese intelligenten Technologien.



 


 

12. Automatische Berichterstellung

Automatisches Schreiben mag nach Science-Fiction klingen, ist aber heute schon Realität – wenn auch mit begrenzten Anwendungsmöglichkeiten. Quill ist ein Berichtstool, das natürliche Spracherzeugungstechnologie zum Erstellen von leicht verständlichen Berichten für bestimmte Zielgruppen nutzt. Mithilfe von künstlicher Intelligenz analysiert das Tool Fakten und entscheidet, was für die Zielgruppe interessant ist. Anhand von Geschäftsregeln kann es zudem bestimmte Trends und Beziehungen ermitteln. Quill „erstellt eine Erzählung, die sich nicht von einer durch den Menschen verfassten Erzählung unterscheiden lässt“, sagen seine Schöpfer. Hier geht es allerdings um eine Art des Schreibens, die sich häufig wiederholt und auf Regeln basiert – es befolgt eine vorgegebene Formel. Ein gutes Beispiel ist der Sportjournalismus, der über die Ergebnisse von Spielen berichtet. Einige dieser Berichte können einem dank der automatisierten Berichterstellung bekannt vorkommen. Sobald es um mehr als auf bestimmten Mustern basierende Zahlen und Fakten geht, weist die Technologie jedoch weiterhin deutliche Grenzen auf. Aber sie wird mit der Zeit immer besser.



 


13. Rechtsberatung

Kein Bereich ist gegen die Automatisierung gefeit. Viele juristische Arbeiten erfordern umfangreiche Recherche, die äußerst zeit- und ressourcenintensiv ist. Daher verlassen sich viele Kanzleien für die Sicherstellung elektronischer Unterlagen heute bereits auf Bots. Software ist in der Lage, Millionen von E-Mails, Notizen und Dokumenten innerhalb von Stunden anstatt Wochen zu durchforsten. eDiscovery-Software ermöglicht enorme Einsparungen bei den Personalkosten, eine höhere Genauigkeit und eine schnellere und unkomplizierte Verarbeitung hoher Volumen an Unterlagen und Daten. Sie ist skalierbar, liefert reproduzierbare Ergebnisse und ist höchst effizient. Das ist Automatisierung von ihrer besten Seite: Sie befreit die Mitarbeiter von dieser mühsamen Arbeit und erlaubt ihnen, sich auf ihre Stärken zu konzentrieren.



 


 

14. Amazons „Roboterarmee“

Wo wir gerade von Schwerstarbeit sprechen: Amazon setzt mittlerweile 15.000 Roboter für die schnellere Bearbeitung von Bestellungen ein. Dank dieser Roboter wurde die erforderliche Zeit für die gesamte Auftragsabwicklung von anderthalb Stunden auf unter 15 Minuten reduziert. Die Roboter können bis zu 340 Kilogramm heben und an hohe Regale herankommen, die menschliche Arbeitskräfte bei Amazon nur schwer erreichen könnten. Amazon zufolge hilft die Automatisierung den Mitarbeitern dabei, ihre Arbeit besser zu machen, und liefert Bestellungen schneller und mit weniger Verschleiß an den Kunden. Mitarbeiter legen nun bis zu 32 Kilometer pro Tag weniger zurück. Das Unternehmen profitiert so von hohen Kosteneinsparungen und Effizienzgewinnen. Zum Beispiel können auf der gleichen Fläche mittlerweile die doppelte Anzahl an Produkten gelagert werden. Und mit den Drohnen von Amazon Prime, die Pakete in unter 30 Minuten liefern sollen, dürfte sich die Automatisierung in diesem Bereich weiter fortsetzen.



 


15. Roboter-Wachpersonal

Entschärfungsroboter werden seit über 40 Jahren eingesetzt und auch eine Roboterarmee dürfte nicht lange auf sich warten lassen. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis die Automatisierung auch in der privaten Sicherheit Einzug erhielt. K5 von Knightscope könnte ein Vorbote künftiger Entwicklungen sein. Dieser 136 Kilogramm schwere Roboter wurde entwickelt, um Kriminalität vorherzusagen und zu verhindern. K5 kann sehen, hören, fühlen und riechen sowie rund um die Uhr Berichte an eine Leitstelle senden. Das System verwendet Sensoren, Predictive Analytics und Wärmebildtechnik, kann pro Minute 300 Kennzeichen mit nationalen Datenbanken vergleichen und verfügt über eine Videofunktion mit Rundumsicht. Als intelligente „Augen und Ohren“ dürfte die bloße Anwesenheit von K5 bereits eine abschreckende Wirkung haben. Wird es den Menschen ersetzen? Nicht ganz. Aber das Wachpersonal kann sich damit auf höherwertige Aufgaben konzentrieren, intelligente Entscheidungen treffen, Daten auswerten, Schlüsse ziehen und auf prekäre Situationen reagieren.



 


 

16. Der automatisierte Hochschulprofessor

Vorbei sind die Tage, in denen man als Hochschuldozent Dutzende oder Hunderte Studierende unterrichtete. In der Ära kostenloser Online-Kurse, den MOOCs (Massive Online Open Courses), können sich 100.000 Teilnehmer oder mehr für einen Kurs einschreiben. Während Multiple-choice- und Ja/Nein-Fragen automatisch ausgewertet werden können, stellen frei formulierte Antworten eine enorme Herausforderung dar. Professoren haben einfach nicht die nötige Zeit oder Bandbreite, um diese von Hand zu korrigieren. Daher wird sich wohl die automatische Aufsatzbewertung durchsetzen. Diese verwendet dieselbe Sprachverarbeitungstechnologie wie die automatische Übersetzung und Berichterstellung. Das Peer-Grading, wie beispielsweise der Calibrated Peer Review, wird ebenfalls eine immer wichtigere Rolle bei der Bewertung großer Mengen an schriftlichen Arbeiten spielen. Alle diese Automatisierungstechnologien lassen sich umfassend und mühelos skalieren. Sie erfordern jedoch weiterhin menschliche Intelligenz sowie Input, Schulung und Überprüfung durch den Menschen.



 


17. Hausautomation

Manchmal ist Automatisierung nicht dringend erforderlich, sondern eine nette Ergänzung. Wie zum Beispiel wenn man in ein warmes, gut beleuchtetes Haus nach Hause kommt und das Abendessen bereits gekocht ist. Apples HomeKit verspricht „smarte Produkte zusammen noch intelligenter zu machen“. So lassen sich Rollläden, Thermostat, Beleuchtung und Türen allesamt aus der Ferne steuern. Das System arbeitet mit Sprachsteuerung („Stelle die Temperatur im Haus auf 22 °C ein“, „Schalte den Drucker im Büro ein“), kann aber auch auf äußere Bedingungen reagieren und nutzt Orts- und Bewegungssensoren, um Geräte und Beleuchtung einzuschalten. Letztendlich soll so ein ganzes Ökosystem an Geräten mit dem Siegel „Kompatibel mit Apple HomeKit“ entstehen. Diese intelligente Technologie wird immer intelligenter, kann aber auch mal schiefgehen. Und Bequemlichkeit kann schnell zu Unannehmlichkeit werden, wie beim Ausfall der Thermostate von Nest, die Benutzer frösteln ließen.



 


 

18. Der Barkeeper-Roboter

Manchmal setzt man Automatisierung ein, einfach weil man es kann. Und weil es Spaß macht. Das Bar-System Makr Shakr mixt einen klasse Martini mit einem „Spritzer Robotik“. Es umfasst zwei Roboter, 30 Alkoholsorten und vier Aktivitäten (Zerstoßen, Rühren, Schütteln und Abseihen) und liefert damit beeindruckende 120 Getränke pro Stunde über sechs magnetische Förderbänder. Mit der zugehörigen App kann man Cocktails gemeinsam mit Freunden kreieren und diese sogar über die sozialen Netzwerke teilen. Nur eine Sache kann der Barkeeper-Roboter leider nicht: Gute Ratschläge in Herzensangelegenheiten geben.


19. Roboterassistierte Chirurgie

Roboterassistierte Chirurgie existiert in der einen oder anderen Form bereits seit 1985. Der Chirurg steuert dabei die Roboterarme weiterhin von Hand. Die Technologie funktioniert am besten bei kleinen Einschnitten und minimal-invasiven Verfahren. Technologien wie das Da-Vinci-Operationssystem arbeiten mit unglaublicher Präzision, wie dieses Video zeigt, in dem der Operationsroboter eine Weintraube wieder zusammennäht . Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie neue Technologien komplexe Verfahren nicht vollständig automatisieren, sondern menschliche Fähigkeiten ergänzen und verbessern.



 

 

 

Eine strahlende (automatisierte) Zukunft

Einige der hier beschriebenen Roboter mögen vielleicht ein bisschen albern klingen. Andere stellen eindeutig wichtige Errungenschaften dar, die erhebliche Vorteile versprechen.

Aber sie alle sind Beispiele für einen unbestreitbaren Trend: Innovative Robotertechnologien und künstliche Intelligenz dringen in jeden Aspekt unseres Lebens vor, indem sie sich auf die Bereiche spezialisieren, in denen Computer besondere Stärken aufweisen.

Diese Entwicklung vollzieht sich außerdem gemeinsam mit dem Menschen. Bei den spannendsten neuen Anwendungen arbeiten Menschen und Bots Hand in Hand im Rahmen optimierter, automatisierter Prozesse, die zu besseren, schnelleren und smarteren Ergebnissen führen.

Eine spannende Vorstellung.